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Abschlussklasse 2013 – „Feuershow“

Juli 2013 – Mit einer „Feuershow“ der besonderen Art verabschiedete sich  die Klasse 9 von der Schalksburgschule. Die Werkfeuerwehr der Firma Groz-Beckert demonstrierte vor der Schule spektakulär die Gefahren von brennendem Fett und explodierenden Spraydosen.

Lange hatte die Klasse über dem „Abschlussgag“ gebrütet – dieses Mal sollte eine „Show“ auf dem Schulhof stattfinden. Mehrere Ideen wurden erwogen und wieder verworfen. Schließlich zündete der Funke und Florian Früholz stellte als Mitglied der Jugendfeuerwehr den Kontakt zu Helmut Brösamle, dem Kommandanten der Werkfeuerwehr von Groz-Beckert her. Nachdem Schul- und Betriebsleitung zugestimmt hatten, konnten unter strikter Geheimhaltung die Vorbereitungen getroffen werden.

Der 11.Juli begann für die Schalksburgschüler ungewohnt – die Schule war dieses Jahr nicht abgeschlossen und verrammelt und alles sah danach aus, dass der „Abschlussscherz“ der 9er ausfallen würde. Es begann normaler Unterricht – welch herbe Enttäuschung!
Doch kurz nach Beginn der 2.Stunde, als auch „die Kleinen“ in der Schule eingetroffen waren, forderten die Neuntklässler alle Schüler per Lautsprecherdurchsage auf, sich auf die Wiese vor der Schule zu begeben. Als Zeichen der „Machtübernahme“ hatten sie ihre Flagge über dem Schuleingang befestigt.

Auf dem Gehweg vor der Wiese waren Demonstrationsgeräte aufgebaut, wie sie für Schulungen der Feuerwehr verwendet werden. Die Mitglieder der Werkfeuerwehr (Kommandant Helmut Brösamle, Gruppenführer Stefan Eisele, Maschinist Rainer Boss und Feuerwehrmann Andreas Klaiber) warteten auf das Startsignal.

Als alle Klassen eingetroffen waren, fuhr der stellvertretende Kommandant Walter Rominger das große Löschfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn vor und Kommandant Helmut Brösamle begrüßte die Schalksburgschüler, die bereits gespannt hinter der Sicherheitsabsperrung warteten.


Das Demonstrationsfeuer wurde entzündet und Florian Früholz durfte zeigen, wie man dieses mit einem (umweltfreundlich mit Wasser befüllten) Feuerlöscher fachgerecht löscht. Marco bewies anschließend am wieder entzündeten (Gas-)Feuer, dass die Schüler die richtige Handhabung des Feuerlöschers verstanden hatten.

Während in der Demonstrationsvorrichtung das Fett brannte und sich erhitzte zog Feuerwehrmann Andreas Klaiber seine Schutzausrüstung an. Als er den Inhalt eines Wasserbechers mit einer langen Stange in das brennende Fett schüttete, wurde schlagartig deutlich, weshalb Vorsichtsmaßnahmen nötig waren: Ein meterhoher Feuerball schoss expolsionsartig in die Höhe. Nach einer kurzen Schrecksekunde forderten die Schüler lautstark eine Zugabe. Feuerwehrkommandant Brösamle klärte die Schüler auf, dass Fettbrände mit Wasser nicht gelöscht werden können, sondern mit einem Deckel oder einer Löschdecke abgedeckt werden müssen. Die Feuerwehr müsse trotzdem alarmiert werden, weil im Dunstabzug noch Brandnester vorhanden sein könnten.


Während sich das Fett für die Zugabe erhitzte, durfte Schulleiterin Göttling-Lebherz nochmals die Handhabung des Feuerlöschers demonstrieren.

Nach dem zweiten Feuerball ermahnte Kommandant Brösamle die Zuschauer, niemals Spraydosen ins Feuer zu werfen und forderte alle auf sich nun die Ohren zuzuhalten. Der Feuerwehrmann stellte eine Spraydose in den Metallkäfig und Gruppenführer Eisele entfachte aus sicherer Entfernung das Feuer. Mit einem ohrenbetäubenden Knall explodierte die Dose und Herr Brösamle erklärte, dass Schüttelkugeln aus Spraydosen schon zu tödlichen Verletzungen geführt hätten.

Nach dieser eindrucksvollen Vorführung durfte klassenweise das Einsatzfahrzeug besichtigt werden und am Steuer eines richtigen Einsatzfahrzeuges zu sitzen bereitete nicht nur den Jungs besonderen Spaß. Die Klasse 9 bedankte sich bei den Männern der Werkfeuerwehr mit einem zünftigen Vesper für die gelungene Aktion.

Für die Entlassschüler war der Einsatz an diesem Vormittag aber noch nicht zu Ende. Mit Bonbontüten bewaffnet stürmten sie die Klassenzimmer und verabschiedeten sich von ihren Mitschülern.

In der zweiten großen Pause erhielt jedes Kind der Erstklässler-Patenklasse ein Seifenblasenschwert vom Paten und gemeinsam wurden damit Seifenblasen erzeugt. Die Großen hatten aus Draht und Wolle große Seifenblasenringe sowie aus Spülmittel, Zucker, Glycerin und Wasser selbst Seifenblasenlauge hergestellt. Damit wurden im Wettstreit mit den Kleinen nun Riesenseifenblasen erzeugt, während andere Schüler versuchten, diese Blasen zum Platzen zu bringen.

Ein gelungener Vormittag mit „handfestem“ Unterricht zu Sicherheit und Brandbekämpfung ging zu Ende und die Entlassschüler bereiteten sich auf die Abschlussfeier am Abend vor.


Fotos: © W.Autenrieth, Schalksburgschule Albstadt 2013

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